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News | Aktuelles 2014

Bau eines Kindergartens unterstützt - 600 Euro gehen nach Vietnam

Im Hochland von Vietnam, in den Bergen von Dak Nong, haben viele Kinder keine Möglichkeit, einen Kindergarten zu besuchen. Für Kinder in Deutschland ist das kaum vorstellbar und war Anlass für Familien und Mitarbeiter der DRK Kita Mehlhausen, sich nach großem Erfolg im Vorjahr erneut an dem Projekt „Lichterkinder“ des Christlichen Hilfswerks World Vision zu beteiligen. Bei verschiedenen Aktionen sammelten sie Spenden in Höhe von rund 600 Euro.

Über mehrere Wochen hatten sich die Kinder zuvor spielerisch mit dem Land und den Lebensbedingungen dort, besonders für Familien und Kinder, beschäftigt. Es wurde gebastelt, vietnamesisch gekocht und Geschichten erzählt. Weitere Aktionen folgten: Die Kinder malten und verkauften Bilder oder versuchten, ihr Mittagessen wie Kinder in Vietnam mit Stäbchen zu essen. Die Kinder buken Plätzchen, bastelten den Non La, eine traditionelle asiatische Kopfbedeckung, Mondlaternen und einen bunten Drachen. Letztere kamen am Laternenfest zum Einsatz.

Zur Begrüßung verzauberten die Kinder das Publikum  mit einem Drachentanz zu vietnamesischer Musik und einem eingeübten Drachenorchester. Mit dem Lied „Lichterkinder bringen Licht in die Welt hinein“ startete der Laternenumzug durch Milse. Zurück in der Einrichtung wurden alle mit einem Lichtermeer aus selbstgebastelten Mondlaternen empfangen.

Bei der Lichterkinder-Aktion 2014 haben sich über 1.000 Kindergärten und Einrichtungen in Deutschland beteiligt. 50.000 Kinder haben fleißig Laternen gebastelt und für die Kleinsten Spendenaktionen veranstaltet. World Vision Deutschland unterstützt damit den Bau eines Kindergartens mit fließendem Wasser, Küche und Toiletten in Dak Nong. Die Kinder sollen vormittags und nachmittags von staatlich geprüften Erzieherinnen betreut werden. Mit dem täglichen Essen in der neu eingerichteten Küche bekommen die Kleinkinder eine ausgewogene Ernährung. Zudem lernen die Eltern, wie sie für eine bessere Hygiene sorgen und ihre Kinder altersgerecht und gewaltfrei erziehen können.

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Eine neue Schatzkiste - DRK Kita Mehlhausen eröffnet Anbau

Die neue Schatzkiste hat geöffnet: Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher, Kita-Leiterin Maria Storck und Investor Wilken Kisker (2. Reihe, v. l.) freuen sich mit Sammy, Paula, Paula, Nikita, Nick Luca, Maja, Viktoria und Yunus (1. Reihe, v. l.) über den gelungenen U 3-Anbau.

Mehr Platz für Kita-Kinder in Milse: Nach neun Monaten Bauzeit wurde der Erweiterungstrakt der Kita Mehlhausen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) feierlich eingeweiht. Der Anbau beherbergt die „Schatzkiste“, eine Gruppe für 20 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren. Darüber hinaus entstanden neue Büroräume und ein großes Foyer.

Eigentümer Wilken Kisker, Geschäftsführer der Firma A. W. Kisker, ließ im Jahr 1996 die 640 Quadratmeter große Einrichtung errichten. Seitdem ist das DRK Untermieter der Räumlichkeiten. „Diese Kita ist ein bisschen wie ein Kind für mich“, sagte Kisker und spricht dabei von einer „fröhlichen Investition“. Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher dankte Kita-Leiterin Maria Storck für ihr Engagement im Stadtteil Milse: „Es ist wichtig, mitten im Dorf und bei den Menschen zu sein.“

„Jetzt haben wir endlich den Platz, den wir dringend benötigt haben“, freut sich Storck. In den vergangenen Jahren hatte die DRK Kita Mehlhausen den Anteil der Kinder unter drei Jahren von sieben auf 17 erhöht, um dem stetig steigenden Bedarf gerecht zu werden. Kinder unter drei Jahren aber benötigen mehr Platz und ein an ihre besonderen Bedürfnisse angepasstes Raumkonzept. Der 170 Quadratmeter große Erweiterungsbau trägt diesen räumlichen Anforderungen nun Rechnung.

Ein gemütlich eingerichteter Gruppenraum mit verschiedenen Spielbereichen und einer Küchenzeile bildet den Mittelpunkt der Schatzkiste. Darum herum entstanden  ein Kreativ- und Matschraum,  ein auf die Bedürfnisse der Kleinsten zugeschnittener Sanitärbereich mit Wickelmöglichkeit sowie ein multifunktionaler Nebenraum. Dieser dient als Schlaf- und Ruheraum und wird für Ruhe-, Musik- oder Bewegungsangebote sowie für Sitz- und Spielkreise genutzt.

Große Fenster bieten einen Ausblick in den Außenbereich für Kinder unter drei Jahren. Durch einen neu geschaffenen Durchbruch kann dieser jetzt auch von den Kindern des „Spatzennestes“, der Gruppe für Kinder im Alter zwischen vier Monaten und drei Jahren, direkt betreten werden. Eine flexible Gestaltung ermöglicht älteren Kindern einen Durchgang in den großen, naturnah gestalteten Garten, dient aber bei Bedarf auch als geschützter Raum,

in dem die Kleineren ungestört spielen können. Neu sind dort eine Terrasse, Wipptiere und eine Sandspielfläche mit Wasser- und Matschanlage.

Auch in den Altbau wurde investiert: Das Spatzennest erhielt einen Sanitärbereich und eine neue Küche, ein Raum für Mitarbeiter- oder Elterngespräche wurde eingerichtet. Durch Umverteilung der frei gewordenen räumlichen Kapazitäten im ersten Obergeschoss haben auch die Kinder der Leuchtturm-Gruppe mehr Platz zum Spielen. Zudem entsteht dort ein neuer Mitarbeiterraum.

Kita-Leiterin Maria Storck lobte die Zusammenarbeit mit Investor Kisken. Die Mitarbeiterinnen seien in alle Entscheidungen einbezogen worden. „Besonders dankbar bin ich, wenn ich sehe, wie wohl sich jetzt die Kinder hier fühlen.“ Die Planung und Baubegleitung bei laufendem Kita-Betrieb erfolgte durch Spornitz & Partner Architekten in Bielefeld.

Christina-Carolin Rempe

Spielend Englisch lernen - 5 Jahre Early English im DRK Kindergarten

Ganz nah dabei: Isabel, Leni, Laureen, Carlotta, Emilia und Thomas (v. l.) lernen mit Early-English-Erfinder Paul Lindsay (Mitte) Lieder und erste englische Redewendungen.

 „Hello, my name is Paul. How are you?” Mit seinen ersten Sätzen zaubert der nordirische Lehrer und Musiker Paul Lindsay ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder. “I am very well, thank you”, tönt es ihm vielstimmig entgegen. Lindsay, Entwickler des Early-English-Konzeptes, feierte jetzt mit rund 80 Vorschulkindern, Erzieherinnen und Erziehern aus allen acht Bielefelder Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fünf Jahre Early English im DRK. Dort lernen alljährlich Kinder im letzten Kindergartenjahr Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache.

 „Eigentlich hat mich ein Vater auf die Idee gebracht“, erzählt Lindsay von den 15 Jahre zurück liegenden Anfängen des Konzeptes. Dieser wünschte sich für seine fünfjährige Tochter Englischunterricht. „Es gab keine Materialien.“ Also habe er alles zuerst an seinen eigenen Kindern ausprobiert.

Happy birthday: Musiker und Lehrer Paul Lindsay (re) singt mit Vorschulkindern aus allen DRK-Kitas zum fünfjährigen Jubiläum des Early-English-Programms.

Die Methode ist verblüffend einfach: „Die Kinder spielen Englisch und haben dabei so viel Spaß, dass sie das Lernen gar nicht bemerken“, sagt Lindsay, greift zu seiner Gitarre und zeigt, wie das in der Praxis aussieht: „English is easy, English is fun“, „One little, two little, three little fingers”, “Beautiful colours” – es wird richtig laut, als die kleinen Sprachtalente die bekannten Lieder mitsingen. „Musik und Rhythmus unterstützen die in diesem Alter besonders ausgeprägte Merkfähigkeit der Kinder“, erläutert Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. Die Aussprache falle den Mädchen und Jungen leicht und die Worte werden ihnen schnell vertraut. „So wird die gesamte spätere Sprachkompetenz gestärkt.

“Kindergartenkinder, die schon englische Grammatik büffeln und Vokabeln pauken, anstatt mit ihren Freunden zu spielen? „Davon ist unser Early English-Konzept weit entfernt“, sagt Gelbe-Kruse. Der English-Kurs sei nicht mit dem Schulunterricht vergleichbar. Die Methode basiert auf dem Erlernen von kurzen, einfachen und eingängigen Liedern, in denen jeweils ein Lernziel enthalten ist. Sie erzählen die Geschichte von Annie und Alex, die auf ihrer Reise durch das „Rainbowland“ viele Abenteuer erleben.

Der Early-English-Kurs findet über einen Zeitraum von etwa acht Monaten einmal wöchentlich in Kleingruppen statt. Die Kursgebühr beträgt 46 Euro. Darin enthalten sind Unterrichtsmaterialen, eine CD und die Teilnahme am Annie und Alex-Mini-Musical zum Ende der Kindergartenzeit. Seit 2009 haben rund 300 Kinder das Early-English-Programm im DRK Kreisverband Bielefeld e. V. absolviert. Bundesweit nehmen etwa 5.000 Kinder an dem Programm teil. Information unter  www.annie-alex.com.