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News | Aktuelles 2016

Konfetti zum runden Geburtstag - DRK Kita Mehlhausen feiert 20-jähriges Jubiläum

Finn (2) und Mama Jennifer Hilker feiern den Kita-Geburtstag mit Konfetti.
Foto Nitschke: Feiern das Jubiläum: Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer, von links), Petra Schlegel (Kita Fachberatung DRK), Maria Storck (Kita-Leiterin) und Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher.
Foto Nitschke: Für je 20 Jahre Betriebszugehörigkeit beim DRK geehrt: Frieda Eckert (von links), Dagny Hübinger und Anke Schmidt.

Als erste große Kita des Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat die Kita Mehlhausen in Milse mit einem großen Fest ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Kita-Leiterin Maria Storck erinnerte an die Anfänge der damals wie heute viergruppigen Einrichtung, in der rund 75 Kinder betreut werden: „Jeder Tag in der Kita ist ein kleines Abenteuer“, sagte sie. 

Seit dem Gründungsjahr hatte die Kita den Anteil der Kinder unter drei Jahren von vier auf 16 erhöht, um dem stetig steigenden Bedarf gerecht zu werden. Der Ausbau der U 3-Betreuung machte im Jahr 2014 einen Erweiterungsanbau erforderlich. Ihr besonderer Dank galt Frieda Eckert , Dagny Hübinger und Anke Schmidt, den „Mitarbeiterinnen der ersten Stunde“, die mit dem runden Kita-Geburtstag auch ihr 20-jähriges Betriebsjubiläum begingen.

Zur Feier des Tages ließen Kinder und Erzieherinnen stellvertretend für jedes Jahr 20 mit Konfetti gefüllte Luftballons platzen und tauchten den Kita-Garten in ein buntes Konfettimeer. Ein gemütlicher Weihnachtsmarkt mit prasselndem Lagerfeuer, Märchenerzähler und Selbstgebasteltem schuf den feierlichen Rahmen für das winterliche Jubiläumsfest. Es wurde getanzt, Weihnachtslieder gesungen und der Weihnachtsmann, nach Überzeugung der aufgeregten Kinder „der Echte“, überraschte die Kinder mit süßen Leckereien.

DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus überbrachte die Glückwünsche des Trägers und dankte dem Team für sein Engagement. Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher gratulierte im Namen der Bezirksvertretung und hob die Rolle der Kita in Milse hervor: „Es ist toll zu sehen, was hier für die Bildung unserer Kinder getan wird“. 1996 hatte der DRK Kreisverband Bielefeld erstmalig die Trägerschaft einer Kita übernommen. Heute werden dort in acht Einrichtungen über 500 Kinder betreut.

Fotos: Nitschke Fotografen

Zum Laternenfest Spenden für Kinderzentren in Indien gesammelt

Das gemütlich prasselnde Lagerfeuer, bunte Laternen und Kinderaugen strahlten beim Lichterfest um die Wette.

Unter dem Motto „Unsere Laternen leuchten für Kinder in Indien“ zogen Kinder der DRK Kita Mehlhausen mit bunten Laternen und gemeinsam mit ihren Familien durch die Dunkelheit. Bereits zum vierten Mal beteiligte sich die Einrichtung am Projekt „Lichterkinder“ des christlichen Hilfswerks World Vision. Bei verschiedenen Aktionen sammelte sie Spenden in Höhe von rund 600 Euro.

Einige Wochen lang hatten sich die Kita-Kinder zuvor intensiv mit den Lebensbedingungen von Kindern in Indien beschäftigt. „Dass die Kinder dort arbeiten müssen und keine Zeit zum Spielen und Lernen haben, hat die Mädchen und Jungen besonders betroffen gemacht“, erzählt Kita-Leiterin Maria Storck. Beim Lichterfest verzichteten sie daher nicht nur aus freien Stücken auf Süßigkeiten. Mit selbst Gebasteltem, Fotokarten und einem Sponsorenlauf warben sie um Spenden.

Die aufgrund der nasskalten Witterung in die Kita verlegte Feier startete in der Halle. Dort wurden Laternenlieder gesungen. Die fünfjährigen Hannah und Paula aus dem Leuchtturm und Leane  und Viktoria  aus der Schatzkiste meisterten den anspruchsvollen Rap des Lichterkinder-Liedes „Lichterkinder auf dieser Erde leuchten wie Sterne am Himmelszelt“ mit Bravour. Mit bunten Laternen – die in diesem Jahr der Elternbeirat mit Kindern und Eltern gebastelt hatte – ging es dreimal auf eine kleine Runde rund um die Kita. Im Anschluss konnten sich alle in der Kita oder am prasselnden Lagerfeuer aufwärmen, bei Heißwürstchen und Punsch stärken und gemütlich beisammen sitzen und plaudern.

Mit dem Erlös aus dem Lichterkinder Spendenprojekt 2016 fördert das internationale Kinderhilfswerk World Vision „Anganwadi“ („geschützter Hof“) Kinderzentren. Dort finden Kinder und Mütter einen sicheren Rückzugsort.

Es werden medizinische Untersuchungen, Impfungen, Beratung in Gesundheit und Ernährungsfragen und sauberes Trinkwasser angeboten. Zudem erhalten die Kinder Vorschulbildung in einem farbenfrohen und sicheren Umfeld.

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

18 Schulkinder verabschiedet - Traditionelle Übernachtung mit Mehlhausen Rallye

Als Abschiedsgeschenk gab es für die Kinder von den Erzieherinnen gebastelte, mit Stift, Radiergummi und Lineal gefüllte Schultüten.

Während ihrer gesamten Kindergartenzeit haben die angehenden Schulkinder viele Höhepunkte erlebt und mit Bravour gemeistert. Die letzte ganz besondere Aktion ist jedes Jahr die Übernachtung in der Kita, bei der die Kinder über den roten Teppich zum Thron gehen und dort zum Schulkind gekrönt werden.

Bei der Mehlhausen Rallye bewiesen die Kinder Teamgeist, Fantasie und Köpfchen. Aufregend war auch das Feuer im Feuerkorb, in dem die Mädchen und Jungen leckere Marshmallows grillen konnten.  Nach einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen wurden alle wohlbehalten von ihren Eltern abgeholt. Alle hatten die Nacht ohne die Eltern super bewältigt. Nicht nur deswegen können sie stolz auf sich sein! – Das Mehlhausen-Team jedenfalls ist es.

Herzlichen Glückwunsch an:

Umut, Dennis, Louis, Mileen, Narin, Damian, Patrick, Viktoria, Acelya, Yunus, Lajana, Sebastian, Isa, Emma, Maris, Luis Jeremy, Benjamin, Emilia

Wer sich streitet, muss sich auch wieder vertragen

Ein Heidenspaß für die Kinder: Wo der kleine König auftaucht, ist immer was los.
Thomas Niekamp spielt und spricht den kleinen König und seine Freunde auf der Bühne alleine.
Die Kinder helfen dem kleinen König, seinen Luftpostbrief zu Grete zu pusten.

Unruhig rutschen 70 kleine Zuschauer auf ihren Sitzkissen hin und her. Die Niekamp Theater Company hat ihre Bühne in der DRK Kita Mehlhausen aufgebaut. Puppenspieler Thomas R. Niekamp hat heute den kleinen König, das Pferd Grete und seine Freunde Buschel, Tiger und Wuffi im Gepäck. Als Niekamp anfängt zu singen, wird es schlagartig mucksmäuschenstill im Raum. Kaum hat der Puppenspieler den schnarchenden kleinen König aus einer Kiste hervorgeholt, sind die Kinder schon mitten drin in der Geschichte.

Wo der kleine König, Hauptdarsteller des gleichnamigen Stücks, unterwegs ist, ist immer was los. Diesmal hat sich die kleine Prinzessin angekündigt und der Blaublüter weiß überhaupt nicht, was er mit seiner Cousine anfangen soll. „Sie ist eine richtige alte Ziege“, schimpft er. Da hat Grete die rettende Idee: „Wir feiern eine Party“, wiehert sie und sofort beginnen der kleine König und seine Freunde mit den Vorbereitungen.

Jeder hilft mit, den Geburtstagskuchen zu backen, in dem prompt Nüsse, Mäuse, ein Knochen und sogar Hundepipi landen. Als es mit dem Wippen nicht klappt, helfen die Kinder dem kleinen König. „Das geht nicht alleine“ rufen sie oder „Du bist zu schwer“. Mit vereinten Kräften gelingt es, eine funktionsfähige Wippe zu bauen und das Geburtstagsprogramm für die kleine Prinzessin kann starten. Natürlich passieren dem kleinen König immer wieder Missgeschicke, etwa, als er falschherum auf Grete aufsteigt und ihren Kopf sucht. Sehr zum Spaß der Kinder, die diese und andere Szenen mit lautem Gelächter quittieren.

Als Grete beim Haareschneiden hilft, gibt es Ärger. Die Haare sind viel zu kurz geworden und der kleine König ist stocksauer. Grete verkriecht sich traurig in ihre Kiste. Schließlich sind es wieder die Kinder, die dem Streithahn aus der Patsche helfen müssen. „Ohne Grete ist es gar nicht schön“, sieht er ein. Niekamp, der alle Figuren auf der Bühne alleine spielt, schafft es mühelos, dass die Kinder von der Geschichte gepackt werden.

Überhaupt verfolgen die kleinen Zuschauer gebannt die Vorführung, selbst die Allerkleinsten wippen und schunkeln, wenn Niekamp zu singen beginnt. Die Lösung für den kleinen König haben sie dann auch schnell parat: „Wer sich streitet, muss ich auch wieder vertragen“. Gemeinsam mit den Kindern verfasst der kleine König einen Entschuldigungsbrief und alles ist wieder gut. Als die kleine Prinzessin mit einer selbstgemachten Geburtstagstorte vor der Tür steht, ist der Streit schon wieder vergessen und die Geburtstagsparty kann steigen.

„Psssssst - Aufnahme läuft!“

Auch die Kleinsten voll konzentriert: Felix (von links), Julius, Nikita, Diego und Lea sind ganz gespannt bei der Sache.
Spielerische Einsingübungen: Lutz Meyer (rechts) zeigt den Kindern, wie er nach dem Aufstehen erst einmal kräftig gähnt und sich ausgiebig streckt.
Bewegungen bei den Liedern sorgen für Abwechslung und machen Spaß.

Lutz Meyer streckt seinen Arm mit dem großen roten Punkt in der Hand in die Luft. „Aufnahme läuft“, sagt der Profimusiker. Sofort senkt sich konzentrierte Stille über die rund 70 Kinder in der „Turbohalle“. Der Bewegungsraum der DRK Kita Mehlhausen hat sich heute für einige Stunden in ein kleines Tonstudio verwandelt. Besonders auffällig die zwei Mikrofone, die Meyer mittig im Raum platziert und an seinen Laptop angeschlossen hat. „Das sind zwei riesengroße Ohren für meinen Computer“, erklärt er den Kindern. Einfache Einsingübungen verbindet er spielerisch mit der Geschichte seiner Anreise mit dem Auto. Die Mädchen und Jungen sind Feuer und Flamme.

Dann geht es endlich los: Mit „Wir sind die Kinder vom DRK – alles klar!“, einem der Lieblingslieder der Kinder und fester Bestandteil der Mehlhausener „Liederschatzkiste“, starten die kleinen Sänger in einen musikalischen Vormittag, den sie so schnell sicher nicht vergessen werden. „Gesangsmäßig sensationell“, findet Meyer. Er ist Mitglied in einem von 10 Teams der Minimusiker. Deutschlandweit nehmen die erfahrenen Musiker und Musikpädagogen mit Kindergärten und Grundschulen CDs auf. An diesem musikalischen Projekttag hat Meyer nicht nur die nötige Technik, sondern auch sein Cajon im Gepäck. Auch am Glockenspiel macht der Profi-Schlagzeuger eine gute Figur.

Alle Lieder sind kindgerecht mit Schellen, Rasseln, Triangel, Egg-Shakern und Zimbeln arrangiert. Die musikalische Begleitung am E-Piano übernimmt Adelheid Brose. Sie begleitet Kita-Leiterin Maria Storck auch beim wöchentlichen Singen mit den Kita-Kindern am Klavier. „Wenn man so will, haben wir uns seit einem Jahr auf diesen Tag vorbereitet“, sagt Storck. Sie ist „Musikerin aus Leidenschaft“ und wollte schon lange eine CD in der Kita aufnehmen. Das 20-jährige Jubiläum der Einrichtung bietet jetzt den passenden Anlass.

Damit der Vormittag nicht zu anstrengend wird, sorgt Storck für Abwechslung: Immer wieder werden verschiedene Kinder Hauptakteure eines neuen Liedes – sei es als Gesangssolisten oder Instrumentalisten. Letztere stehen zu nah an den Mikros und finden weiter hinten einen besseren Platz „Sonst sind die Instrumente zu laut und ich höre die Kinder nicht mehr singen“, erklärt Meyer

Er hat bei der Aufnahme die Qualität der Produktion im Blick. Dass dies eine umfangreiche und manchmal mühselige Sache sein kann, merken die Kinder schnell. Immer wieder müssen sie die Strophen ihrer Lieder wiederholen, bis die Konzentration merklich schwindet. Also wird eine Pause eingelegt, bevor es weitergehen kann.

Ein Höhepunkt ist die Einspielung des „Lichterkinder“-Songs. Damian, Hanna, Sebastian und Sophie rappen die Strophen, die anderen Kinder singen den Refrain. Als echte Profis am Mikrofon agieren zudem Maria, Zoé, Emma, Lajana, Yunus und Monique. „Es ist toll, wie viele kleine Gesangstalente wir hier in der Kita haben“, freut sich Storck. „Super Solisten“, stellt auch Meyer fest und die Kinder strahlen. Alle Kinder seien sehr ausdauernd und diszipliniert „und dass, obwohl sie gut zweieinhalb Stunden durchsingen“. Am Ende sind alle ziemlich erschöpft, aber richtig stolz darauf, was sie gemeinsam auf die Beine gestellt haben. So stolz, dass spontan die Idee zu einem Konzert für die Familien entsteht. Nur eine Woche später präsentiert ein hochmotivierter Mehlhausener Kinder-Chor in einem einstündigen Programm vor rund 60 begeisterten Zuhörern sein Können. Andauernder Applaus belohnt die kleinen Künstler.

 

Kita-Kinder schwingen den Kochlöffel

Aufmerksam beobachtet von Eda (von links) und Luca gibt Maria den Hackbällchen die richtige Würze.
Wilma Brinkmann (von links) hilft Luca und Anna, das Backblech mit den Hackbällchen im Ofen zu verstauen.
Wilma Brinkmann erklärt Pia (von links) und Maria, was beim Schneiden mit scharfen Messern zu beachten ist.

Hochkonzentriert gibt Edda einige Löffel Paniermehl in die Schüssel, in der bereits frisches Hackfleisch, Zwiebeln und Eier darauf warten, zu Hackbällchen verarbeitet zu werden. Luca fügt einen Teelöffel Salz, Maria eine Löffelspitze Pfeffer hinzu. Schnell verarbeitet Wilma Brinkmann, Diplom–Ökotrophologin bei der Regionale Personalentwicklungsgesellschaft (REGE) die Zutaten zu einer festen Masse. Schnell noch die Hände gewaschen, dann formen die Kinder kleine Portionen zu festen Kugeln. Diese sollen mit Feta-Käse bestückt werden, die sie zuvor sorgfältig in kleine Stücke geschnitten haben. „Mhhhh, das schmeckt lecker, wer möchte einmal probieren?“, fragt Erzieherin Ayten Benli. Wer jetzt mit Vorbehalten gerechnet hat, liegt völlig falsch. Mit leuchtenden Augen kosten die Kinder die Fetastückchen. Für Benli keine Überraschung: „So kritisch Kinder auch sind, so leicht sind sie für etwas zu begeistern, das ihnen Spaß macht“.

Internationales Kochen steht heute auf dem Speiseplan der Kinder. Mercimek corbasi – türkische Linsensuppe -, Hackbällchen mit Fetafüllung, Möhrensoße und Basmatireis, Rohkost mit Tzatziki-Dip und Schoko-Erdbeertörtchen als Nachtisch sind die geplante Menüfolge. Zu anspruchsvoll für die vierjährigen Kinder? Keineswegs. Brinkmann und Benli erklären geduldig Schritt für Schritt und die Kinder schnippeln, formen, pürieren und rühren, was das Zeug hält. „Wenn man mit Kindern kochen will, sind schnelle und unkomplizierte Gerichte gefragt“, sagt Brinkmann. Immer wieder lässt sie die Kinder riechen oder probieren – und diese sind mit Feuereifer dabei. Gesundes Essen ist preiswert und lecker, weiß die Ernährungsexpertin. Ihre Empfehlung an Eltern: „Selber tun lassen: Was die Kinder selbst gemacht haben, probieren sie auch“. Die Eltern spielten beim Thema Ernährung eine große Rolle. „Sie prägen als Vorbilder nachhaltig ein gesundes Ernährungsverhalten“, sagt Brinkmann.

Seit 2011 finden in der DRK Kita Mehlhausen regelmäßige Koch- und Backaktionen in Kooperation mit der REGE statt. Sie sind Bestandteil des Projektes „Ernährungsbildung für Bielefelder Kinder“ der Stadt Bielefeld, das schon den Kleinsten mit viel Spaß gesunde Ernährung schmackhaft machen will.

Gesund und lecker: Kinder und Eltern backen Brot

Ganz schön anstrengend: Lea und ihre Oma Barbara Pylea haben die Ärmel hochgekrempelt, um kräftig den Teig zu kneten.
Einfach lecker: Kürbis- und Sonnenblumenkerne schmecken großen und kleinen Leuten.
Präsentieren das Mehlhausen-Brot: Doreen Köster, Finja, Sabrina Schmiedeke, Luba Donenfeld-Shvets, Emilia, Yvonne Latusek, Louis-Lennox, Wilma Brinkmann (REGE), Barbara Pylea, Semih und Tabakan Yurdanur.

Frisches duftendes, selbst gebackenes Brot schmeckt einfach lecker. Das bekommt man nicht nur beim Bäcker, sondern kann man auch schon einmal selbst backen. Dass das kinderleicht sein kann, haben Kinder und Eltern der DRK Kita Mehlhausen beim 2. Mehlhausener Brotbacktag erfahren. Unterstützt von Wilma Brinkmann, Ernährungsberaterin bei der Regionale Personalentwicklungsgesellschaft (REGE) wurde fleißig gewogen und gerührt, geknetet und gebacken.

Es steht das Mehlhausenbrot auf dem Programm, ein Grundrezept, dass die Kinder je nach Lust und Laune variieren können. Was brauchen wir dazu? Mehl aus verschiedenen Getreidesorten, Hefe, Salz, Zucker, Wasser und Körner nach Geschmack, am besten zimmer- oder lauwarm, erklärt Brinkmann.  „Besonders gesund ist Brot aus Vollkorngetreide, das macht stark und hilft Kindern beim Wachsen“, sagt die Ernährungsexpertin. Alle Fragen klar? Dann geht’s ans Werk: Die Zutaten kommen in eine große Backschüssel, werden vermengt und dann kräftig geknetet. Das ist ganz schön anstrengend! Mit hochroten Wangen sind die Kinder bei der Sache, graben ihre kleinen Hände in den warmen, weichen Hefeteig. Schließlich wird dieser behutsam zugedeckt, braucht Wärme und Zeit, um aufzugehen.

Endlich ist es soweit: Viele kleine und große Hände kneten den Teig noch einmal durch, bevor er in die gefetteten Backformen gelegt und mit ein paar Körnern garniert wird. Schnell durchzieht der unverwechselbare Geruch frisch gebackenen Brotes den Raum. Am Ende dieses aufregenden Nachmittages kann jede Familie ihr eigenes Mehlhausen-Brot mit nach Hause nehmen. Je eines bleibt für das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen in der Kita. Dort lassen es sich alle Kinder diesmal besonders gut schmecken.

Nach gelungenem Start in 2015 war auch der 2. Mehlhausener Brotbacktag ein voller Erfolg. Kita-Leiterin Maria Storck sagt: „Ein Backtag in einer Kita neben einer Mühle in der Mehlstraße passt einfach. Vielleicht wird daraus eine Mehlhausener Traditionsveranstaltung“. In Kooperation mit der REGE finden in der Kita regelmäßig Veranstaltungen für Kindern und Eltern statt, die ein gesundes Ernährungsverhalten nachhaltig prägen sollen.

Hier finden Sie das Rezept